FAQ - Häufig gestellte Fragen zu Fledermäusen


Alle heimischen Fledermausarten sind ausnahmslos in ihrem Bestand gefährdet und vom Aussterben akut bedroht!
Fledermäuse sind seit 1936 gesetzlich geschützt, trotzdem sind sie heute noch immer bedroht und teilweise sogar an manchen Orten bereits verschwunden. Gerade bei dieser Tiergruppe wird deutlich, dass der bloße gesetzliche Schutz keine Auswirkung hat, wenn nicht gezielte und großflächige Schutzkonzepte, verbunden mit Artenschutzprojekten, gestartet werden. Fledermäuse sind zahlenmäßig die zweitgrößte Gruppe innerhalb der Säugetiere, aber als Einzige zum aktiven Flug befähigt. Fledermäuse sind aber keine fliegenden Mäuse, sie führen den wissenschaftlichen Namen Chiroptera, d. h. Handflügler. Fledermäuse leben weltweit auf fast allen Kontinenten der Erde; bis auf die Antarktis. Es gibt 900 verschiedene Arten. In Gesamtdeutschland konnten immerhin 24 und in Gesamteuropa 53 Fledermausarten nachgewiesen werden. Fledermäuse besiedeln nicht nur Mauerwerke von Häusern, sondern auch ruhige geräumige Dachstühle. Eine typische Hausfledermaus ist z. B. das Mausohr, eine Baumfledermaus wäre die Bechsteinfledermaus und ein Vertreter der Waldfledermaus ist der Große Abendsegler.

Muss ich Fledermausnisthilfen reinigen?

Bei geschlossenen Fledermaushöhlen ist es generell empfehlenswert eine Kontrolle und Reinigung mindestens ein- bis zweimal im Jahr durchzuführen. Jedoch sollte in den Monaten Mai bis Ende Juli ein Öffnen der Sommer- und Winterquartiere vermieden werden, um eventuelle Wochenstuben nicht zu stören.
In den Monaten November bis April sollten spezielle Winterfledermaushöhlen (z. B. 1FW) nicht geöffnet werden, um die Tiere nicht in ihrem Winterschlaf aufzuschrecken, sowie ein Auskühlen der Höhle zu vermeiden. Bitte beachten Sie ggf. die gesetzlichen Bestimmungen.
Auch hier gilt wie bei den Vogelnisthöhlen: Einfaches Entfernen der Exkremente, keine Reinigung mit chemischen Mitteln! Am besten erfolgt die Reinigung mit unserem SCHWEGLER-Reinigungsgerät.

Die nach unten offenen Fledermauskästen (z. B. 1FF) sind selbstreinigend und wartungsfrei, der krümelige Kot kann nach unten ausfallen.

In welche Himmelsrichtung sollte meine Fledermaushöhle gerichet sein?

Fledermäuse sind sehr wärmeliebende Tiere. Deshalb befinden sich die Quartiere meistens nach Süden ausgerichtet. SCHWEGLER-Fledermaushöhlen sind schwarz gefärbt, da diese Farbe Wärme anzieht.

Wo sollten die Fledermaushöhlen hängen?

Lichte und sonnige Stellen an Forstwegen, Windwurf- oder Kahlschlagsflächen, ruhige Alleen, größere Gärten, Friedhöfe u.v.m. eignen sich als Lebensraum zum Aufhängen von Fledermaushöhlen. Ein freier, ungehinderten Anflug ist notwendig. Eine gewisse Wassernähe an Seen und Bächen erweist sich stets als sehr positiv.

Sind mehrere Fledermaushöhlen sinnvoll?

Da Fledermäuse eine Neigung zu spontanen Quartierwechseln besitzen, sollten Fledermaushöhlen immer in Gruppen von drei bis fünf Höhlen in kleineren Abständen zueinander aufgehängt werden.

Wie hoch sollte die Fledermaushöhle hängen?

Die beste Aufhängehöhe ist zwischen drei und sechs Meter.